Terrarium
Ich halte meine Thamnophen in selbstgebauten Terrarienschränken.
vor einigen Jahren habe ich schon einen Terrarienschrank gebastelt. Damals hatte ich noch kein eigenes Zimmer wo ich die Schlangen mit unterbringen konnte. Von meiner Frau wurde deshalb eine "Wohnzimmertauglichkeit" gefordert.
Herausgekommen ist ein Terrarienschrank mit zwei Terrarien 90x60x45 (lxtxh) und einem gleichgroßen Stauraum. Wie es so ist - es hat nicht lange gedauert und ein 80er Becken wurde noch auf den Terrarienschrank gestellt.
Nachdem ich jetzt umgezogen bin, ein wenig mehr Platz zur Verfügung steht - und ich ein eigenes Zimmer habe, wurde nun ein neuer Terrarienschrank gebaut.
Mittlerweile haben sich die Anforderungen an den neuen Terrarienschrank allerdings ein wenig verschoben:
- Mind. 3 Terrarien
- Terrariengröße mind. 120x60x45 (lxtxh)
- Platz für Aufzuchtbecken (in diesem Fall 60er Aquarien)
- Modularer Aufbau, relativ schneller Abbau/Umzug eines Terrarium sollte möglich sein
- soll sich finanziell im Rahmen halten
- braucht nicht mehr zwangsweise Wohnzimmertauglich sein
Herausgekommen ist folgendes:
Der neue Terrarienschrank besteht aus 3 Terrarien á 130x60x45 cm. Zusätzlich ist noch eine Ebene für die Nachzuchten vorhanden. Dort sind 4 60er Aquarien untergebracht.
Der Schrank ist aus Möbelbauplatten aus dem Baumarkt gefertigt. Ich hab aber mittlerweile mit einem Schreiner gesprochen - dort bekommt man diese Möbelbauplatten teilweise noch deutlich günstiger.Jeder Block (Terrarium oder Aufzuchtbereich) ist nur mit den anderen Becken verschraubt - an sich aber unabhängig.Alle Ecken und Kanten sind mit weißen Badsilikon verfugt - auch hier vor allem aus Hygienischen und Reinigungstechnischen Gründen.
Als Beleuchtung wurde deshalb jeweils eine 120er Neonröhre mit ELV direkt im Terrarium verbaut. Die Temperaturen belaufen sich deshalb auf ca. 26-29°C - durch die Wasserbecken (ich verwende IKEA-Auflaufformen) hält sich die Luftfeuchtigkeit bei ca. 55-65%.
Die Rückwand ist mit Absicht "kahl". Die Thamnophen und auch die Natrix sind nicht wirklich "Klettermaxen". Es ist extrem selten, dass die Tiere mal auf einem Ast zu finden sind.
Der Grund für die nackte Rückwand liegt außerdem vor allem an der guten Reinigungs- und Desinfizierbarkeit. Bei rauen Oberflächen etc. ist dies nicht gut möglich.Ich weiß, dass ich mit meinen Terrarieneinrichtungen bestimmt keinen Schönheitspreis gewinnen werde - für mich zählen (zumindest bei "Nicht-Show-Becken") aber vor allem Einfachheit, Praktikabilität und leichte Reinigung.
Die Abdeckungen der 60er Terrarien sind zu 2/3 mit zwei Glasscheiben der Rest mit Fliegengitter verschlossen. So bringe ich auch in den kleinen Becken eine optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit hin. Deshalb brauche ich dort auch keine Spot-Strahler! Durch die entsprechende Lüftung und die Anbringung der Leuchtröhre ganz hinten habe ich unterschiedliche Wärmebereiche.
Ich halte meine Thamnophen nach Geschlechtern getrennt. So kann ich Nachzuchten gezielt steuern. Meine Weibchen leben jeweils zusammen in zweier oder dreier Damen-WGs in dem großen Schrank. Meine Männchen leben in dreier WGs dem kleineren Terrarienschrank (90x60x45).
Durch die deutlich geringere Körpergröße der Jungs ist die kleinere Terrariengröße voll in Ordnung.